die Kulturszene würde in finanziell schweren Zeiten „jammern und demonstrieren“, statt sich den Zukunftsfragen der Stadt zu stellen – das ist der zentrale Vorwurf Ihres Offenen Briefs an das Kulturbündnis Achtung Kultur. Was für ein Missverständnis. Wir jammern nicht, wir stecken nicht den Kopf in den Sand und wir streiken auch nicht. Wir suchen die Öffentlichkeit und den Dialog, weil uns die Sorge umtreibt, dass der aktuelle Sparkurs der Stadt langfristig genau das gefährdet, was wir alle wollen: eine bunte, lebenswerte Stadtgesellschaft.
Es geht dabei nicht um Besitzstandswahrung. Ständige Veränderung ist ein Kernelement gerade der sogenannten „freien“ Kunst- und Kulturszene. Und die „neuen Kräfte“, die Sie in Ihrem Brief anmahnen, sind für uns absolut nichts Neues: Gemeinsinn, Eigenengagement und Verantwortung sind seit vielen Jahren die Grundlage unserer Arbeit. Low-Budget-Lösungen sind unser tägliches Brot. Aber auch dieses bürgerschaftliche Engagement braucht Unterstützung. Und Wertschätzung. Deshalb ist eine gezielte, intelligente Sparpolitik gefragt. Sonst werden durch vergleichsweise kleine Einsparungen Strukturen zerschlagen, die sich nur sehr schwer wiederherstellen lassen.
Deshalb steht unser Angebot: Sprechen Sie mit den Expert*innen für Eigeninitiative, Veränderung und Low-Budget-Lösungen. Lassen Sie uns gemeinsam Wege finden, das nicht mehr so reiche Ingolstadt zu einer attraktiven, zukunftsfähigen Stadt zu machen.
Herzlich
Achtung Kultur
